|
»Ich spiele für meinen Lebensunterhalt, ich schreibe, weil ich muss.«
Das hat der von mir sehr verehrte Sir Peter Ustinov einmal gesagt.
Nun liegt mir nichts ferner, als mich mit dem genialen Sir Peter
vergleichen zu wollen, und wer einmal im Internet danach sucht, wird
schnell feststellen, dass die Behauptung zu schreiben, »weil man es
muss« nicht eben selten getätigt wird und mithin auch nicht sonderlich
originell ist.
Und um mal ganz ehrlich zu sein: Als ich vor einiger Zeit von dem
Mitarbeiter eines Verlags gebeten wurde, doch mal was über mich und
meine Motive zu schreiben zu erzählen, da ist mir so besonders viel
nicht eingefallen. Vor allem nichts notwendigerweise Tiefgründiges.
Ich stamme – so viel ist sicher – aus einer musischen Familie, in der
auch immer schon viel gelesen wurde. Mein Vater ist ein Multitalent,
spielt Gitarre, malt und fertigt Skulpturen, mein Großvater schmetterte
einst die echten Wiener Fiakerlieder, meine Schwester und mindestens
zwei meiner Großcousinen malen meiner Meinung nach schier geniale
Bilder, mein Urgroßvater hat uns einige phantastische
Landschaftsmalereien und Figuren hinterlassen, meine Großmutter greift
ebenfalls gerne mal zu Papier und Zeichenstift, und auch meine Mutter
hat ein nicht zu verachtendes kreatives Talent, wenn sie es auch gern
unter den Teppich kehrt.
Inwiefern und inwieweit das etwas über mich aussagt, sei indes mal
dahingestellt.
Fakt ist, ich schreibe, seit ich schreiben kann und weil ich es kann.
Vieles davon ist die reine Freude am Herumspielen und Experimentieren
mit Sprache(n) und Stilen, vieles entspringt meinem Blick fürs Detail
und meiner Beobachtungsgabe. Schreiben ist für mich Vergnügen und
Entspannung, aber bisweilen eben tatsächlich auch echte Notwendigkeit,
da ich der Meinung bin, das Leben ist zu kurz, um sich nicht
aufzuregen.
|